Montag, 5. September 2016

Wo ist der Sommer hin? Oder auch: Das 2. Semester | Gedankenzeilen

Ich glaube, es ist an der Zeit, mal wieder ein bisschen zu plaudern. Und vielleicht ein paar Erklärungen zu liefern. Denn von April bis August habe ich genau 11 Posts für den Blog zustande gebracht. Vergangenes Jahr habe ich in diesem Zeitraum mehr als doppelt so viele geschafft. Da frage ich mich in erster Linie selbst, was schiefgelaufen ist. Wobei, nein, ich weiß es.

In diesem Jahr habe ich so wenig gebloggt, wie noch nie zuvor. Die Abstände zwischen einzelnen Einträgen sind zum Teil größer als manch Blogpause, die ich früher eingelegt habe. Dabei heißt es doch immer, Studenten hätten so viel Freizeit. Äh, nein.

Anfang des Jahres steckte ich in der Prüfungszeit des 1. Semesters, im Anschluss musste ich mir eine/n neue/n Mitbewohner/in suchen. Was ansonsten aus der mehrwöchigen Semesterpause geworden ist, möchte ich auch gerne wissen. Gegen Ende folgten noch Buchmesse und Urlaub, dann kam schon das 2. Semester.

An den Unialltag war ich inzwischen gewohnt, auch wenn ich mental irgendwie noch nicht wieder darauf eingestellt war. Meine Freizeit wurde mir stattdessen von anderen Dingen geraubt. Zum einen engagiere ich mich seit April im Fachschaftsrat, zum anderen gehe ich seitdem auch noch ein bisschen arbeiten. Dass ich daneben so gut wie gar keine Zeit mehr für Hobbys habe, konnte ich nicht vorhersehen, andernfalls hätte ich bei einem davon nein gesagt. Dennoch wäre Bloggen irgendwie möglich gewesen, hätte mir nicht eine entscheidende Sache dazu gefehlt: Internet.

Als mein Mitbewohner im März auszog, nahm er den alten Internetvertrag mit. Einen neuen hatte ich zwar rechtzeitig organisiert, aber die Probleme nahmen einfach kein Ende. Fragt lieber nicht, einen ähnlichen Fall hatte keiner der Beteiligten (Vermieter, Internetanbieter, Technikfirma) schon einmal erlebt. Fortan gehörte der Laptop zu meinem täglichen Unigepäck, im Internet erledigte ich nur noch das Nötigste. Bloggen also erstmal nicht.

Der 1. Juni sollte mein Glückstag werden: Endlich endlich gab es wieder Internet. Dann stand allerdings auch schon die nächste Prüfungszeit vor der Tür und an Freizeit war nicht mehr zu denken.
Keine 24 Stunden nach meiner letzten Prüfung saß ich mit meiner Familie im Auto Richtung Urlaub.


Ich glaube, ich habe es noch nie so sehr genossen, fürs Erste nichts mehr tun zu müssen, sondern nur noch zu können und zu dürfen. Und mit diesem Gefühl und jeder Menge Motivation, die Semesterferien so gut wie möglich zu nutzen, kehrte ich im August wieder zurück. Seitdem habe ich auch schon so einiges geschafft – nur nicht für den Blog. Das nehme ich mir jetzt aber ganz fest für die verbleibenden Ferien vor und mit der richtigen Organisation läuft es dann vielleicht auch im Wintersemester wieder besser. Sagen wir es mal so: Viel inaktiver kann ich ja kaum werden ;) 


Kommentare:

  1. Liebe Luise,
    ich kenne es nur zu gut, keine Zeit und wenn, dann keine Motivation zu haben, weil anderes erstmal wichtiger ist oder man einfach mal eine Stunde Pause genießen möchte. Ich weiß noch nicht, ob ich das im nächsten Semester besser hinkriege. Meine Zeit ist irgendwie schon wieder für die nächsten zwei Monate verplant.
    Aber danke, dass du so zuversichtlich bist.

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    1. Nicht wahr? Da hat man doch mal ein wenig Zeit und möchte erstmal einfach nichts tun. Noch ist ja ein bisschen frei, aber du warst ja schon immer ein viel beschäftigter Mensch ;) Bau dir in deine Planung am besten mal Ruhepausen ein, vielleicht klappt es dann besser.
      Optimismus muss schon sein, sonst kann ich das ja gleich vergessen :D

      Liebe Grüße!

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  2. Hach Luise,

    du hattest aber auch einen durchwachsenen Sommer. Aber tröste dich, auch ich gehöre ja zu den mehr als beschäftigten Studenten. Maaaaan, ich will auch mal ein paar richtig freie Stunden.

    SO genug gejammert, wir machen es ja auch einem guten Grund und das Arbeitsleben wird auch nicht besser.

    Ich drücke dir die Daumen, dass deine restlichen Semesterferien erfolgreich werden. Meine sind ja schon um und effektive hatte ich zwei Wochen frei (minus ein paar Tage Arztbesuche und Termine).

    Alles Liebe und wir sehen und im nächsten Jahr zur Buchmesse. <3

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    1. Wir sind schon ein paar komische Studenten :D Nie Zeit, also wirklich...
      Dafür bist du aber jetzt in deinem Lieblingsland und neben dem Praktikum bleibt sicher noch genug Zeit, um allein diese Tatsache zu genießen :)

      Da freue ich mich schon jetzt drauf! Das wird wieder lustig :)

      Liebe Grüße!

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  3. Hey Luise,

    ich wollte deinem wunderschönen Blog mal wieder einen Besuch abstatten! Das erste Jahr an der Uni ist immer besonders turbulent, nicht nur aus akademischer Sicht sondern auch privat. Jetzt weißt du ja was dich erwartet und kannst, wie du selbst gesagt hast, auch Ruhepausen und Hobbys besser mit einplanen :) Das ist so wichtig und ich drück dir die Daumen, dass es klappt.

    Lustig finde ich, dass du gleich nach deiner letzten Prüfung in den Urlaub gefahren bist, das war bei mir genauso! Und, ich freu mich gerade dass mein Geburtstag dein Glückstag war :D

    Genieße den Rest der vorlesungsfreien Zeit, ich wünsche dir dann ein tolles zweites Studienjahr :)

    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

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    1. Hey :)
      Ich sollte auch dringend mal wieder bei dir vorbeischauen! Danke dir :)
      Ja, ich war froh, dass das geklappt hat. Meine Familie hatt schon gebucht, in der Annahme, dass ich ohnehin erst eine Woche später fahren kann, aber dann wurden meine Prüfungen so eng zusammengelegt, dass es genau gepasst hat.
      Ach, dann habe ich das etwa dir zu verdanken? :D Fühl dich nachträglich geknuddelt :)
      Vielen lieben Dank und ganz liebe Grüße!

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