Sonntag, 3. Dezember 2017

Sieben Tage voller Wunder - Dani Atkins | Rezension

Titel: Sieben Tage voller Wunder / AutorIn: Dani Atkins / ÜbersetzerIn: Sonja Rebernik-Heidegger / Verlag: Knaur / Erschienen: Oktober 2017 / Einband: Klappenbroschur / Seitenzahl: 232 / Preis: 9,99 Euro /
ISBN: 978-3-426-52088-8
Sieben Tage voller Wunder beim Knaur Verlag

Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, mitten in Kanadas endlose winterliche Wildnis und das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss?

Ein Flugzeugabsturz ist sicherlich der Albtraum vieler Menschen. Doch wie geht es eigentlich weiter, wenn man mitten in der Wildnis landet und vorerst keine Rettung in Sicht ist? Hannah und Logan, die sich im Flugzeug gerade erst kennengelernt haben, erfahren es am eigenen Leib.

Gestalterisch passt „Sieben Tage voller Wunder“ hervorragend zu Dani Atkins‘ anderen Büchern. Den Titel mag ich auch ganz gern, auch wenn er ein bisschen spoilert, was die Zeitspanne von sieben Tagen angeht.

Ich habe bereits „Die Achse meiner Welt“ der Autorin gelesen und wurde nun auch hier wieder von ihrem Schreibstil überzeugt, der mich sofort in der Geschichte abtauchen ließ. Diesmal wurde aber weniger auf die Tränendrüse gedrückt, was ich sehr angenehm fand. Es gibt keine richtigen Kapitel, je ein Tag wird zusammenhängend erzählt. Kein Wunder, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Hannah und Logan konnte ich mir sehr gut vorstellen in ihrer Situation, auch wenn ich nicht wissen möchte, wie man sich tatsächlich fühlen würde. Leider erfährt man über Logan gar nicht so viel, im Mittelpunkt steht die Gefühlswelt von Hannah, die gerade an einem schwierigen Punkt in ihrer Beziehung ist. Zum Teil ist das Miteinander der beiden ein wenig klischeehaft, es hält sich aber glücklicherweise in Grenzen und es ergibt sich ein rundes Gesamtbild.

Leider muss ich sagen, dass mich das „Schema Dani Atkins“ das Ende zum Teil sehr leicht vorhersehen ließ, nachdem ich bereits ihren ersten Roman kannte. Andernfalls kann sie damit sicher einige Leser überraschen.
Mit nur rund 230 Seiten ist das Buch nicht besonders dick und lässt nicht viel Raum für Tiefe. Mir gefiel der Roman auch so gut, mit mehr Seiten hätte man allerdings noch das ein oder andere herausholen können. So ist es ein schönes Buch für zwischendurch, dass ich grundsätzlich empfehlen kann. Anspruchsvollere Leser sind mit anderer Lektüre vielleicht besser bedient.

„Sieben Tage voller Wunder“ ist ein schöner Roman, den man aufgrund des Schreibstils ruckzuck durchgelesen hat. Es hätten mehr Seiten und mehr Tiefe sein können, wer Dani Atkins‘ „Schema“ bereits kennt, wird vom Ende nicht allzu sehr überrascht. Aber man kann das Buch zum Abschalten und darin versinken auch einfach so wunderbar lesen.

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