Sonntag, 28. Mai 2017

Spiegel des Bösen - Björn Springorum | Rezension

Titel: Spiegel des Bösen / AutorIn: Björn Springorum / Verlag: Thienemann / Erschienen: Februar 2017 / 
Einband: Hardcover / 383 Seiten / 14,99 Euro / ISBN 978-3-522-20230-5
Spiegel des Bösen bei Thienemann-Esslinger


Ein Grandhotel, in dem das Grauen herrscht, ein Zimmermädchen, das auf Rache schwört, drei Berghexen, die auf Seelen lauern, und eine Liebesgeschichte, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...

Sophie reist mit ihren Eltern in das sagenumwobene Grandhotel Rabenfels, worauf sie so gar keine Lust hat. Doch über Nacht verändert sich auf einmal alles: Ihre Eltern sind verschwunden, Sophie wird von niemandem mehr wahrgenommen und das Hotel macht einen ganz anderen Eindruck auf sie. Zum Glück ist sie nicht allein, denn es gibt noch andere, denen dasselbe widerfahren ist und gemeinsam versuchen sie, das Rätsel um das Hotel zu lösen und ihre Eltern zu finden.

Titel und Cover stimmen auf ein gruseliges Jugendbuch ein und passen hervorragend zur Geschichte. Auch jeder Kapitelanfang ist besonders gestaltet, sodass die Stimmung die ganze Zeit erhalten bleibt.

„Was war das nur für ein Ort, an dem man jeden Augenblick mit dem Schlimmsten rechnen musste, an dem ruhelose Geister umherschwebten und Phantome viele Jahrzehnte durch die Flure huschten?“ (S. 179)

Björn Springorum konnte mich von Beginn an fesseln. Es gelingt ihm wunderbar, die düstere Atmosphäre der Geschichte zu transportieren, rasant und actionreich stolpert man mitten in die verborgenen Geheimnisse des Hotels. Größtenteils erlebt man das Geschehen aus Sophies Perspektive, kleine Abschnitte aber auch von anderen Figuren. Außerdem gibt es immer mal wieder Rückblenden ins 19. Jahrhundert, die nach und nach Aufschluss darüber geben, warum das Hotel so sonderbar ist.

Die 15-jährige Sophie war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist eine mutige Protagonistin, die zielstrebig versucht, aus ihrer verzwickten Situation zu entkommen. Daneben gibt es aber noch jede Menge weitere, zum Teil recht skurrile Figuren, die nicht alle freundlichen Gemüts sind. Sophie findet jedoch schnell einige Verbündete, die ihr oftmals helfend zur Seite stehen. Für meinen Geschmack hätte sie gern ein bisschen weniger auf diese Hilfe angewiesen sein und mehr Probleme allein lösen können, was mit ihrem Charakter gut harmoniert hätte. Nichtsdestotrotz passte insgesamt alles gut zusammen und auch eine Liebesgeschichte fehlt natürlich nicht.

Liebe und Hass sind die zentralen Themen in „Spiegel des Bösen“. Was passiert, wenn sich Liebe in Hass verwandelt? Und wie kommen Sophie und die anderen aus ihrer Situation wieder heraus? Durch die Einbindung von Fantasy-Elementen ist dem Autor eine wunderbar spannende Gruselgeschichte gelungen.

„Spiegel des Bösen“ ist ein spannendes Jugendbuch mit Gruselfaktor. Mit seiner atmosphärischen und rasanten Geschichte konnte mich Björn Springorum trotz kleiner Schwächen an der Hauptfigur Sophie überzeugen.

Kommentare:

  1. Hi Luise,

    das Buch durfte in Leipzig beim Bloggertreffen bei mir einziehen und werde es hoffentlich bald lesen können. Deine Meinung gefällt mir auf jeden Fall :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe,

      da hätten wir uns ja glatt mal treffen können, ich habe es nämlich auch vom Bloggerempfang :)
      Nachdem der Autor so sympathisch war, wollte ich jetzt einfach nicht länger warten und war dann auch ruckzuck durch mit dem Buch. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße!

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  2. Echt und ja das hätten wir. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Würde mich freuen.

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    1. Gerne :)
      Frankfurt klappt bei mir leider nicht, aber in Leipzig bin ich wieder mit am Start!

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