Donnerstag, 19. Januar 2017

Nach ihm die Sintflut - Jule Maiwald | Rezension

Titel: Nach ihm die Sintflut / AutorIn: Jule Maiwald / Verlag: Rowohlt Taschenbuch / 
Erschienen: Dezember 2016 / Einband: Taschenbuch / 381 Seiten / 9,99 Euro / ISBN 978-3-499-27233-2
Nach ihm die Sintflut bei Rowohlt


Kurz vor ihrem 40. Geburtstag versammelt Anne die besten Freundinnen zur Beerdigung ihres Mannes um sich. Doch Richard ist keineswegs gestorben, er lebt und ist quietschvergnügt – mit einer anderen. Erst als sie den untreuen Gatten symbolisch unter die Erde gebracht hat, kommt Anne wieder auf die Füße. Könnte so ein Schritt nicht auch anderen Frauen helfen? Kurzerhand gründet sie eine Agentur für Scheidungsrituale. Der Laden brummt: Es werden lebensgroße Kopien der Exmänner beerdigt und wilde Trennungspartys gefeiert. Auch in Annes eigenes Liebesleben kommt langsam wieder Bewegung. Bis sie merkt: Ihre neue Flamme scheint nicht der Traummann zu sein, für den sie ihn hält, sondern ein neuer Fall für ihre Agentur ...

Nachdem Anne sich von ihrem Mann getrennt hat, ist sie erstmal ziemlich fertig. Vor allem der gemeinsamen Tochter wegen braucht sie dringend einen neuen Job und eine neue Wohnung. Der Ausweg: Zusammen mit einer Freundin gründet sie die Agentur „Ex und Hopp“, die anderen Frauen hilft, sich symbolisch von ihrem Ex zu trennen.

Der Titel „Nach ihm die Sinflut“ wurde von der ersten Klientin ausgesprochen und trifft das Thema des Buches ausgesprochen gut, nämlich nach einer Trennung selbstbewusst wieder auf die Füße zu kommen.

Die Autorinnen hinter dem Namen Jule Maiwald haben ihrer Hauptfigur zahlreiche Charaktere zur Seit gestellt. Besonders wichtig: Die besten Freundinnen von Anne und ihre Tante Martha. Jedes Kapitel wird mit Postings aus Marthas Social Media-Kanal eingeleitet, was die Geschichte schön auflockert, denn Martha ist eine ziemlich verrückte Person.

Der Einstieg ins Buch fiel mir etwas schwer. Bei den vielen Personen verliert man leicht den Überblick und anfangs fehlte mir auch einfach etwas die Atmosphäre. Das Geschehen wirkte recht platt und nur so dahinerzählt. Das bessert sich jedoch, als mit der Gründung der Agentur neuer Schwung in die Handlung kommt. Dennoch wird Anne vieles meiner Meinung nach zu leicht gemacht. Mir hätte es etwas besser gefallen, wenn sie sich selbst noch mehr hätte erkämpfen müssen.

Die Agentur für Trennungsrituale ist genauso humorvoll ausgearbeitet, wie ich es erwartet habe. Die Idee ist wirklich ein tolles Thema für ein Buch und gut umgesetzt. Insgesamt empfand ich einige Teile der Handlung aber leider als recht vorhersehbar. Wer aber nach einer leichten und unterhaltsamen Lektüre für zwischendurch sucht, macht hier jedoch nichts falsch.


„Nach ihm die Sinflut“ ist ein schönes Buch für zwischendurch. Die witzige Idee der Agentur für Trennungsrituale sorgt für ordentlich Trubel und hält die Charaktere gut auf Trab. Allzu tiefgründig und anspruchsvoll geht es hier jedoch nicht zu. Wer einfach mal etwas „Leichtes“ sucht, sollte dem Buch eine Chance geben und zugreifen.

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