Samstag, 7. Januar 2017

Insomnia - Jilliane Hoffman | Rezension

Titel: Insomnia / AutorIn: Jilliane Hoffmann / Originalsprache: Englisch / Verlag: Wunderlich / 
Erschienen: Dezember 2016 / Einband: Hardcover / 476 Seiten / 19,95 Euro / ISBN 978-3-8052-5071-9
Insomnia bei Rowohlt


Sein Kopf fühlt sich an, als sei er in einen Schraubstock gezwängt. Er kann nicht essen, er kann nicht schlafen. Dann kehren die bösen Gedanken zurück. Und es gibt nur eines, was er tun kann, um sie loszuwerden ...
Verstört und mit Schnittwunden übersät taumelt Mallory Knight in eine Biker-Bar in Süd-Florida. Zwei Tage lang war die 17-jährige Schülerin spurlos verschwunden. Sie behauptet, dem „Hammermann“ entkommen zu sein, einem Serienkiller, der bereits über ein Dutzend Teenagermädchen entführt und mit seinen schrecklichen Werkzeugen zu Tode gequält hat. Aber als Special Agent Bobby Dees Mallory befragt, verstrickt sie sich in Widersprüche. Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst, und Mallory muss erkennen, dass ihre Aussage fatale Folgen hat...

„Insomnia“ ist Jilliane Hoffmans zweites Buch mit dem Ermittler Bobby Dees, für mich war es jedoch das erste Werk aus ihrer Feder und ich konnte es problemlos lesen, ohne die Vorgeschichte zu kennen.

Nach einer kurzen Einführung in die Welt des Täters erfährt man Mallorys Geschichte und wie sie mit einer Lüge ihr Leben kaputt macht. Der nächste Teil spielt dann vier Jahre später, Mallory leidet unter ihrer Vergangenheit, der Hammermann treibt weiter sein Unwesen.

Was die Gestaltung des Buches angeht: Das Cover fällt auf, die leuchtenden Augen stehen in direktem Zusammenhang zur Handlung und der Titel passt hervorragend.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Mallory, Bobby Dees und dem Hammermann erzählt. Dadurch gewinnt man als Leser einen Einblick in die Gedanken von Opfer, Ermittler und Täter und ist bei allen Schritten dabei. Die Täterperspektive ist bei Thrillern immer besonders interessant, denn sie erlaubt es, im Ansatz nachzuvollziehen, warum ein bestimmtes Verbrechen begangen wird.

Trotz der verschiedenen Perspektiven weiß man im Grunde nicht viel mehr als die einzelnen Personen selbst. Jilliane Hoffman verrät nie zu viel und hält das Spannungslevel damit extrem hoch. Hätte ich nicht gezwungenermaßen Pausen einlegen müssen, wäre das Buch wohl ein guter Kandidat, um es in einem Rutsch durchzulesen.

Mallory mag ihre Fehler haben, aber sie war mir schnell sympathisch und ihre Ängste nachvollziehbar. Auch Bobby Dees kann man nur gern haben. Auf Seiten der Ermittler haben mich anfangs zwar die vielen Namen und Abkürzungen von Dienststellen und Behörden verwirrt, doch im Laufe des Buches findet man sich dann ganz gut zurecht.

Neben einem genial konstruierten Plot mit Überraschungs-Schock-Moment kurz vor Ende schreibt Jilliane Hoffman auch noch so realistisch, dass man selbst ein bisschen Angst bekommt, der Hammermann könnte im nächsten Augenblick aus dem Kleiderschrank steigen. Zum Glück kann man das Buch jederzeit zuklappen.



„Insomnia“ ist ein erstklassiger Gänsehaut-Thriller. Ein hohes Spannungslevel und reizvolle Perspektivwechsel ließen mich das Buch kaum aus der Hand legen. Wer Thriller mag, ist hier definitiv an der richtigen Stelle!

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