Mittwoch, 29. Oktober 2014

{Rezension} Salt & Storm. Für ewige Zeiten - Kendall Kulper


Im Rahmen der Leserunde auf LovelyBooks gelesen.
  
Seit Generationen verlässt kein Schiff den Hafen von Prince Island ohne einen Talisman der mächtigen Roe-Frauen. Avery ist die Jüngste und Letzte ihrer Linie. Nimmt sie ihr Erbe an, wird sie Macht über das Meer, den Sturm, das Glück und die Liebe haben. Doch sie weiß noch nicht, dass der Preis dafür ihr eigenes gebrochenes Herz sein wird. Verweigert sie sich ihrem Schicksal, muss sie sterben.
Ein Roman so gewaltig wie das Meer, so romantisch wie ein heimlicher Kuss und so mächtig wie ein Talisman. Lass dir dein Herz brechen!

 
Es ist Averys Schicksal als Nachfahrin der Roe-Frauen, die nächste Hexe von Prince Island zu werden. Doch ihre Mutter versucht, sie davor zu bewahren und hält sie gefangen. Mit Hilfe des fremden Tane gelingt ihr endlich die Flucht, doch es scheint zu spät zu sein. Wie soll es weitergehen, wenn die Insel nicht mehr von den Zaubern der Hexe beschützt wird?

Wilde türkisfarbene Wellen und von Sturm zerzaustes Haar prägen das Cover von "Salt & Storm". In meinen Augen eine passende Aufmachung. Sie harmoniert mit der Atmosphäre von Prince Island.

Kendall Kulper schreibt mal sehr bildlich, mal klar und deutlich, aber immer sanft und gleichzeitig spannend. Die Insel-Atmosphäre wird sehr gut transportiert, der Leser fühlt sich wie Avery dort zu Hause. Wenn es um die Insel, ihre Geschichte und die Leute dort geht, dann wird gerne viel erzählt und beschrieben. Andere Aspekte, allen voran die Liebesgeschichte, kommen dagegen kaum zur Sprache. Dadurch ist Manches nicht nachvollziehbar genug und einige Zusammenhänge wirken unlogisch.

Die Protagonisten können im Verlauf der Geschichte viele Sympathiepunkte sammeln. Es tauchen interessante Charaktere auf, die oft überraschend handeln. Besonders Averys Mutter sorgt für viel Wirbel.
Avery wusste schon immer, was einmal ihre Aufgabe sein würde. Sie freute sich darauf. Man spürt auf jeder Seite, wie sehr sie sich mit der Insel verwurzelt fühlt und dass sie alles versucht, um ihre Position einzunehmen.
Die Beziehung zu ihrer Mutter ist sehr angespannt, beide sind recht stur und naiv gegeneinander, sodass eine Aussprache kaum möglich ist.
Tane kommt als Fremder auf die Insel, doch im Laufe der Geschichte lernt man ihn besser kennen. Ein wenig blass bleibt er für mich dennoch.
Die Liebesgeschichte zwischen Avery und Tane wir nur unterschwellig vermittelt, spielt aber eigentlich eine große Rolle. Zunächst fand ich gut, dass sie nicht aufdringlich in den Vordergrund gedrängt wird, doch im Laufe des Buches fallen dazu einfach zu wenige Sätze, sodass die Gefühle der beiden leider an Glaubwürdigkeit verlieren.

Thematisch hatte mich das Buch sofort interessiert und diesbezüglich bin ich auch sehr zufrieden. Die Insel ist ein toller Schauplatz dieser magischen Geschichte und die unterschiedlichen Charaktere passen gut ins Bild. Hexerei nimmt hier keinen allzu großen Raum ein, dieser Aspekt ist zwar Voraussetzung für die Geschichte aber eher eine nette Nebenhandlung. Im Vordergrund stehen die Protagonisten und ihre Entwicklung.

Die vielen guten bzw. sehr guten Ansätze und Erzählstränge des Buches werden durch einige negative Aspekte leider in den Schatten gestellt. Dennoch empfand ich die Lektüre sehr angenehm und ließ mich gerne mitreißen. Besonders der magische Schauplatz und die Charakterentwicklungen werden mir im Gedächtis bleiben. Ich kann die Geschichte für Teenager und Jugendliche empfehlen.

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