Donnerstag, 19. September 2013

{Rezension} Das also ist mein Leben

Jawoll, keine Hausaufgaben zu morgen. Klingt nach einem freien Nachmittag, oder? Wenn da nicht noch dies und jenes zu erledigen wäre... Aber ich will Euch nicht die Ohren bzw. Augen volljammern, jetzt nehme ich mir Zeit zum bloggen und danach wird fleißig an der Seminarfacharbeit geschrieben! Denn das ist mein Leben...


beim Verlag
--------------------------------------------
bei Amazon
 
Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten »Freund« schreibt, wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir Leben nennen, zu begreifen.
 

Der Titel "Das also ist mein Leben." klingt auf den ersten Blick vielleicht langweilig. Und auch das Buch könnte man mitunter als langweilig empfinden, weil es sich nur um das "normale" Leben eines anderen dreht. Aber warum lesen wir denn Bücher? Weil wir in das Leben anderer hinein- und hinausspazieren können, ganz wie es uns gefällt.
 
Die Gestaltung des Covers passt sehr gut. Das Buch besteht nur aus Briefen, die Charlie an seinen unbekannten "Freund" schreibt und das Titelbild ist nichts anderes, als ein zerknittertes Papier mit einigen Textzeilen.

Wie schon erwähnt, erfährt man die Geschichte über Charlies Briefe, die jedoch nie beantwortet werden. Somit ist die Erzählweise recht einseitig und man erfährt alle nur aus Charlies Perspektive. Doch er erzählt viel, weil er vieles beobachtet und darüber nachdenkt, es liest sich fast wie eine Art Tagebuch.

Ein bisschen gestört hat mich, dass es im Buch ziemlich viele Personen gab und wie ich ja schon mehrfach erwähnte, finde ich es dann immer schwierig den Überblick zu behalten. Charlie als Hauptperson gefiel mir sehr gut, vielleicht weil ich ab und zu auch einfach so vor mich hin träume und die Welt um mich herum kaum noch wahrnehme. Und ich denke, ich bin auch eine kleine Beobachterin...

Mir gefällt die Idee, einem anderen über Briefe vom eigenen Leben zu erzählen ziemlich gut. Ich selbst würde mich das wahrscheinlich gar nicht trauen, aber es hat einen gewissen Reiz. Ein bisschen seltsam fand ich, dass die Geschichte 1991/92 spielt. Warum das? Das Buch wurde schließlich 2011 veröffentlicht...


Seltsamerweise ist es doch relativ interessant Einblicke in das Leben eines "normalen" anderen Menschen zu erhalten. Besonders gelungen ist hier die From des Briefromans.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo Leser/in!
Hier ist jede ehrliche Meinung willkommen :)
Spam, reine Link-Kommentare sowie Beleidigungen u.Ä. werden kommentarlos gelöscht.