Sonntag, 28. Juli 2013

{Rezension} Endlich wieder Kerstin Gier


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Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil ... Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich - noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht - ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat, wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie wiederstehen ...


Den Nachnamen der Hauptperson als Titel zu nehmen, passt hier, finde ich, gut. Der Untertitel "Das erste Buch der Träume" verdeutlicht, dass es nicht bei einem Buch bleiben wird, und die Geschichte ist ja bereits als Trilogie ausgelegt. Ein "Buch der Träume" macht natürlich neugierig. Träume haben wir ja alle und eine gewisse Faszination haben sie vor allem in Bezug auf ihre Deutung...


Das Cover mit seinen unzähligen Verzierungen und Verschnörkelungen sieht sehr interessant aus und das Auge in der Mitte verlangt sofort nach Aufmerksamkeit, sollte man in einer Buchhandlung daran vorbeilaufen. Sehr gut gefällt mir, dass die Verzierungen glänzen und sich leicht vom Papierumschlag abheben. Auch im Buch gibt es immer wieder diese Verschnörkelungen auf den Seiten und sogar das eigentliche Buch, also ohne den Schutzumschlag, ist verziert.


Nicht zuletzt habe ich mir "Silber" vor allem wegen seiner Autorin gekauft. Ich fange eigentlich ungern neue Reihen an, aber es ist eben Kerstin Gier! Sie beschreibt so lebhaft und humorvoll, das muss man einfach gut finden!


Die Hauptperson Liv gefällt mir richtig gut. Wie sie denkt, wie sie zu ihrer Vergangenheit steht, wie sie handelt ... ein hervorragend herausgearbeiteter Charakter. Doch auch ihre Schwester, das Kindermädchen und die vier Jungs sind mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen. Typisch Kerstin Gier ist eben jede Person auch wirklich eine Person. Da "Silber" ja der Einstieg in eine Trilogie ist, bleiben natürlich einige Fragen in Bezug auf die Personen offen, die aber hoffentlich in den nächsten Bänden noch aufgeklärt werden. Ganz besonders neugierig bin ich ja auf die rätselhafte Secrecy... ;D


Träume sind (soweit ich weiß...) ja noch relativ unerforscht, bzw. kaum nachvollzieh- und erklärbar, deshalb bringt dieses Thema natürlich einiges an Faszination mit sich. Ich fand den Beginn der Traumgeschichte um Liv fast ein wenig zu lang geraten im Vergleich zum Höhepunkt der Handlung gegen Ende des Buches. Knall auf Fall ergaben dann einige Dinge endlich Sinn und schon war es auch wieder vorbei. Da hätte man noch ein wenig mehr schreiben können, aber vielleicht kommt das ja im zweiten Teil...


4 von 5 Lesebändchen

Ein insgesamt gelungener Auftakt der neuen Kerstin-Gier-Trilogie, der jedoch noch Platz zur Steigerung für den nächsten Teil bereithält.

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