Montag, 25. März 2013

Geschäft oder Passion?

Ich weiß auch nicht... Während ich hier so am Schreibtisch sitze und durch verschiedene Bücherblogs stöbere, muss ich nun feststellen, dass es wirkt, als ob meine lieben Blog-Kollegen im Bloggen und Bücher lesen eher eine Art "Geschäft" sehen, als dass es ihnen wirklich Spaß macht. Ich will ja niemandem was vorwerfen, sie werden sicher alle Spaß am Lesen haben, sonst würden sie es ja nicht machen (oder?). Aber die Art und Weise, wie sie uns Leser über ihr Bücherleben informieren.... nun ja...
Da wäre der SuB (Stapel ungelesener Bücher), den ich mir schon mal gar nicht zulegen würde, weil ich dann das Gefühl hätte, nach Plan zu lesen, an den SuB gebunden zu sein... Lesen ist für mich auch eine Art Freiheit, die mir dann genommen wäre...
Dann wird jede Woche davon berichtet, welche Bücher neu ins Regal gewandert sind (=Neuzugänge). Jetzt mal im Ernst! Wozu schreibt man sowas auf und erzählt es seinen Lesern? Oder wollt Ihr wirklich ein wöchentliches Update über mein Bücherregal? Zumal ich nicht mal jede Woche "Neuzugänge" habe... Genau genommen nicht mal jeden Monat...
Und überhaupt... Fast jeden Tag oder, na gut, jeden zweiten kommt die nächste Rezension. Himmel, wer liest denn so schnell? Sicher, es mag ja Leute geben, die schneller lesen als ich, und vielleicht auch mehr Zeit haben, aber ich als Leser will doch nicht andauernd mit Rezensionen überschüttet werden, da weiß ich doch am Ende gar nicht mehr, was davon ich lesen sollte und was nicht... Dann wird das Buch-Bloggen und -Lesen wirklich zum Geschäft! Fragt sich nur, was der Profit dabei ist...



(Das ist keine Kritik an Buchbloggern, sondern ausschließlich die Äußerung meiner Meinung und Gedanken zu diesen und ihren Blogs!)

Kommentare:

  1. Zum SuB ist zu sagen, bei mir ist es eine Art Sucht geworden, dass ich mind. ein Buch kaufen muss, wenn ich in einem Buchladen bin und da sammelt sich halt schneller mal was an, als ich lesen kann. xD

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    1. Also theoretisch hab ich ja auch einen SuB: Ich hab eine Kiste mit Büchern, die ich noch nicht ins Regal geräumt hab und die noch ungelesen sind. Und ich hab ein Haufen Zettel, auf denen Bücher stehen, die ich mal lesen könnte. Ich würde das aber nicht als SuB bezeichnen, weil es ja eigentlich kein Stapel ist und ich mich kreuz und quer durch alles durchlese ohne irgendein System oder eine Liste...

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  2. Ich bin gerade ganz zufällig auf Deinen Blog gestoßen und tatsächlich hängen geblieben (toller Reisebericht!). Aber mit diesem Beitrag hattest Du mich :) Ich dachte nämlich schon, dass es so gar keine kritischen, individuellen Stimmen mehr gebe.
    Zum Thema: Vor einigen Jahren habe ich auch diese Neuzugängeposts gemacht. Damals in unserer überschaubaren Bloglandschaft hat es einfach Spaß gemacht und ich/wir haben tatsächlich auch gelesen, was reinkam. Unter Druck setzt einen ein SuB, denke ich, eigentlich nur, wenn man lauter Rezensionsexemplare drin hat, die alle gelesen werden -müssen-. Ansonsten kann eine Leseliste hilfreich sein zu sehen, was man überhaupt so da hat ;-)
    Irgendwann fand ich einen eigenen Beitrag dafür doof, denn was sagt er aus? Interessant wird es ja erst, wenn man das Buch gelesen und bewertet hat. Darum gibt's bei mir so etwas nicht mehr und es fehlt mir auch nicht. Auf andere Neuzugänge-Beiträge in anderen Blogs klicke ich nie; sind ja doch überall die gleichen.
    Die Jugenbücher, die derzeit gerade "in" sind, lesen sich tatsächlich so fix weg, dass ich mir gut vorstellen kann, dass man da alle zwei Tage eines durch hat.
    Bloggen an sich ist aber tatsächlich leider schon vor einer ganzen Weile zu einer Art Geschäft geworden, was einige alteingesessene Blogger zur Aufgabe gebracht hat.

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    1. Danke, dass dir der Post so gut gefällt! Ich hatte anfangs wirklich meine Zweifel, ob es so schlau wäre, ihn zu veröffentlichen...
      Falls ich mal irgendwann zufällig Zeit haben sollte (unwahrscheinlich), dann hab ich auch schon eine ganze Weile geplant, mir mal eine Liste mit Büchern anzulegen, die ich lesen will, vorrangig aus der Bücherei. Ich denke, das käme dann einem SuB gleich...
      Was ich bei diesen fix-lese-Jugendbüchern wirklich schade finde, ist, dass letzten Endes alles dieselbe Grundstory hat und nur sehr selten neue und gute Ideen dazukommen. Das verkauft sich natürlich gut, aber ob es literarisch wertvoll ist?
      Um dem "Geschäftdrang" zu widerstehen, versuche ich auch, hier möglichst alles einfach, überschaubar und herkömmlich zu halten... Ich hoffe es gelingt...
      Vielen Dank, dass du Leserin geworden bist! Ich freue mich wirklich sehr!

      Liebe Grüße
      Lulu

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    2. Aber das ist ja die große Frage: Muss alles, was wir so lesen "literarisch wertvoll" sein? Lesen wir nicht vorrangig oder ab und zu einfach aus Spaß? ;-)
      Ich habe kürzlich einige Jugendbücher hintereinander gelesen (und dann an die Jugend in der Familie verschenkt) und nach fünfen kam es mir tatsächlich so vor, als würde ich immer das gleiche Buch lesen. Dabei waren die meisten gar nicht so schlecht.
      Bloggen ist in erster Linie Spaß, also "versuche" nichts, mach einfach, wonach Dir ist :)

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