Mittwoch, 18. Oktober 2017

Halbzeit in Italien | Praxissemester


Da habe ich euch jetzt ganz schön lange auf einen Zwischenbericht warten lassen... Eigentlich wollte ich nach dem ersten Monat schon etwas berichten, aber da war gerade besonders viel los. Jetzt soll es aber so weit sein, sonst kann ich es auch gleich lassen. Streng genommen ist der Titel nicht mehr ganz richtig, denn Halbzeit war am Samstag, aber so genau wollen wir es an der Stelle mal nicht nehmen.


Ich bin inzwischen seit sechseinhalb Wochen in Italien und hatte vor zweieinhalb Wochen den geplanten Wohnungswechsel. Nach den ersten vier Wochen hatte ich mich in Brixen halbwegs eingelebt, an das Pendeln gewöhnt und kam überhaupt ganz gut zurecht. Mit dem Umzug nach Bozen wurde das natürlich wieder über den Haufen geworfen und ich musste sozusagen nochmal von vorn beginnen. Wie komme ich am besten auf Arbeit? Wo kann ich einkaufen gehen? Wie funktioniert die Küche? Wie sieht überhaupt der Alltag meiner Gastfamilie aus?


Ganz langsam finde ich mich auch hier ein und habe neben dem ganzen Organisatorischen auch wieder mehr Zeit für mich. Und das heißt momentan vor allem, die Stadt erkunden und das unerwartet sonnige und warme Wetter nutzen.
Eigentlich hatte ich mich ja im September auf schönes spätsommerliches Wetter eingestellt. Meine ersten zwei Wochen waren allerdings extrem kalt und ungemütlich, mit viel Regen. Deshalb kam ich auch erst danach dazu, ein paar Unternehmungen zu planen. Mittlerweile ist da einiges aufgeholt und ich kann euch viele Bilder zeigen.


Wo es mir direkt richtig gut ging und ich mich schnell eingewöhnt hatte, ist tatsächlich meine Praktikumsstelle (nein, nicht der barocke Bibliothekssaal auf dem Foto, aber auch sehr schön ;)) und darüber bin ich unglaublich glücklich. Ich wurde super freundlich aufgenommen und schnell ins Team integriert, das überhaupt untereinander ganz großartig ist. Die Bibliothek ist dreisprachig (deutsch, italienisch, englisch), dadurch habe ich überhaupt keine Sprachprobleme und rede so gut wie nur Deutsch. Zunehmend verstehe ich ein bisschen, worüber sich die Kollegen auf Italienisch unterhalten :) Meine eigenen Kenntnisse belaufen sich aber nur auf die üblichen Grußformeln und einzelne Wörter, damit ist keine Konversation möglich. Es besteht aber auch kein Bedarf, daran etwas zu ändern, ich komme ja auch so wunderbar zurecht.


In der verbleibenden Zeit werde ich also weiter die Gegend erkunden und nachdem ich nun wieder etwas mehr Routine habe, hoffentlich meine Freizeit effektiver nutzen und auch hier wieder aktiver sein. Leider komme ich nicht ganz so viel zum Lesen, was ich mir aber selbst zuzuschreiben habe. Ich konnte ja keine Printbücher mitnehmen und muss sagen, dass mir das Lesen auf dem eReader einfach nicht so gut gefällt. Ich vermisse das Umblättern und das Papier in der Hand (und überhaupt mein ganzes Bücherregal :D)


Natürlich kam es, wie es kommen musste: Wenn es Zeit und Umstände nicht zulassen, sprudele ich mal wieder über vor Ideen für den Blog, Instagram und Co. und habe jetzt schon eine derart lange Liste im Hinterkopf, dass ich sie im Dezember, meinem freien Monat, unmöglich schaffen kann. Aber das ist wohl einfach das Leben.

Ich bin gespannt, was mich hier noch alles erwartet und freue mich dann schon sehr auf all meine lieben Menschen zu Hause und die eigenen vier Wände.

Freitag, 22. September 2017

Mein Büchersommer 2017

Hallo Herbst! Wie schön, dass es gerade jetzt nochmal annähernd sommerlich geworden ist :D Aber nein, ich will mich nicht beklagen, ich mag den Herbst.
Der Jahreszeitenrückblick fällt diesmal etwas anders aus, denn es fehlen die "richtigen" Bilder (ich konnte ja schlecht planen, was ich im Praktikum zuerst lesen würde). Außerdem überschneidet sich einiges mit dem Fazit der #subdensommer-Challenge und da ich ungern alles wiederholen mag, verlinke ich euch hier schon mal den Beitrag und verweise dann bei den einzelnen Büchern wieder darauf.
Und jetzt bereitet euch auf sage und schreibe 15 (fast 16) Bücher vor!


Der Horizont in deinen Augen (3) | Patricia Koelle | 603 Seiten | Fischer
Hier habe ich das Foto einfach vergessen. Sorry! Jedenfalls habe ich die Trilogie endlich beendet. Wieder so schön wie die ersten Bände, jedoch war es mir am Ende dann ein bisschen too much mit dem Happy End. Insgesamt aber empfehlenswert.

Marienkäfertage | Uticha Marmon | 220 Seiten | Magellan
Siehe Challenge-Fazit ;) Ich fand es leider nicht gut.

Der Hut des Präsidenten | Antoine Laurain | 238 Seiten | Atlantik
Siehe Challenge-Fazit, auch wenn da nicht viel steht. Fand ich sehr schön und jetzt habe ich ein bisschen Angst, dass seine anderen Bücher meinen Erwartungen nicht entsprechen können, wenn ich sie denn irgendwann mal in die Hand nehme.

Sonntag, 17. September 2017

Ich und die Menschen - Matt Haig

Ich muss ein paar Worte zu diesem Buch loswerden. Schließlich hat man nicht alle Tage ein Werk in der Hand, das recht normal daher kommt und einen dann völlig begeistert.


Ein Außerirdischer kommt auf die Erde und schlüpft in die Rolle des Menschen Andrew Martin, Professor für Mathematik. Die Umstände, warum das passiert, sind an dieser Stelle gar nicht wichtig. Wichtig ist, dass der Außerirdische einer anderen Spezies angehört und mit Menschen bisher keine Berührungspunkte hatte. Er lernt sie also völlig neu und nur mit der Basis seines bisherigen Wissens, das ausschließlich aus Beobachtungen aus dem Weltraum besteht, kennen.

„Ich konnte es nicht fassen. Anscheinend hatte ich allein dadurch, dass ich keine Kleidung trug, das Gesetz gebrochen. Dabei war es sehr wahrscheinlich, dass die meisten Menschen wussten, wie ein nackter Mensch aussah.“ (S. 42)

„Wie ich jetzt weiß, müssen die Menschen Bücher lesen. Sie müssen sich buchstäblich hinsetzen und ein Wort nach dem anderen lesen. Das kostet Zeit. Viel Zeit.“ (S. 33)

Sonntag, 3. September 2017

Die Tänzerin von Paris - Annabel Abbs | Rezension

Titel: Die Tänzerin von Paris / AutorIn: Annabel Abbs / Originalsprache: Englisch / Originaltitel: The Joyce Girl / ÜbersetzerIn: Ulrike Seeberger / Verlag: Aufbau Taschenbuch / Erschienen: Juli 2017 / Einband: Klappenbroschur / Seitenzahl: 506 / Preis: 12,99 Euro / ISBN: 978-3-7466-3316-9
Die Tänzerin von Paris beim Aufbau Verlag

Paris, 1928: Lucia ist jung, begabt und wird in der Bohème als Tänzerin gefeiert. Aber ihr Vater ist der große James Joyce, und so modern seine Werke auch sein mögen, so argwöhnisch beobachtet er das Streben seiner Tochter nach einem selbstbestimmten Leben. Dann begegnet Lucia dem Schriftsteller Samuel Beckett, der ihre große Liebe wird. Doch ihre Hoffnungen, sich aus dem Schatten des übermächtigen Vaters zu befreien und ihren eigenen Weg gehen zu können, drohen schon bald zu scheitern.
Das tragische Schicksal einer jungen Frau auf der Suche nach Freiheit und Liebe – nach der wahren Geschichte von Lucia Joyce.

Sonntag, 27. August 2017

Auf ins Praxissemester

Der Titel ist ja relativ eindeutig, also rede ich gar nicht lange um den heißen Brei herum: Mein Praxissemester steht an. Das gesamte fünfte Semester meines Studiums ist Praxiszeit, die Arbeitsstelle dürfen wir uns dabei frei wählen.

Wo geht es also hin? In die weite Welt könnte man sagen. Mir war sehr schnell klar, dass ich einen Teil des Praktikums im Ausland verbringen möchte und auch Italien war von Anfang an mein Favorit. Gelandet bin ich schließlich in Bozen in Südtirol. Also doch nicht so weit weg ;) Vielleicht war der ein oder andere von euch auch schon einmal dort.

Von September bis November bin ich also in Italien. Und das wird natürlich Auswirkungen auf den Blog haben, daher erzähle ich euch heute davon. Nächstes Wochenende bin ich schon im Süden, höchste Zeit, mich mal ein bisschen dazu zu äußern.